Naturpark der Seealpen

Der Naturpark der Seealpen ist aktuell das größte Naturschutzgebiet im Piemont und eins der größten Italiens. Der Park verfügt über eine einzigartige natürliche Vielfalt, gekennzeichnet von zahlreichen Berggipfeln über 3000 Meter, Seen, Wiesen und kleinen Gletschern. Hier ist eine große Menge an alpinen Tier- und Pflanzenarten zu Hause.

Seit 1987 besteht eine strategische Partnerschaft mit dem französischen Nationalpark Mercantour: die beiden Parks haben eine Grenze von über 300 Kilometern gemein und schützen eine Fläche von mehr als 100.000 Hektar, die einstmals Jagdrevier des Königs von Italien war. 1993 wurde das Europäische Diplom eingeführt, eine renommierte internationale Bescheinigung, die den Schutz der Biodiversität und der Landschaft mit besonderen kulturellen, ästhetischen oder wissenschaftlichen Merkmalen auszeichnet.

Das Schutzgebiet auf der italienischen Seite teilt sich auf die Täler Gesso, Stura und Vermenagna auf und beinhaltet ein Gebiet, das stark vom Einfluss der eiszeitlichen Gletscher geprägt ist. Aufgrund der geringen Durchlässigeit der geologischen Substrats ist es reich an Flüssen, Wasserfällen und Seen. In diesem herrlichen Panorama erhebt sich der 3.297 m hohe Gipfel des Monte Argentera, der als Dach der Seealpen bekannt ist.

Die gleichzeitige Präsenz von über 3000 Meter hohen Bergen und der Meernähe bedingt eine erhebliche klimatische Vielfalt. Ergebnis davon ist eine immenser Blumenbestand im Park, der aus über 2600 verschiedenen Sorten besteht, von denen viele im botanischen Garten von Valderia der Thermen von Valdieri verzeichnet sind.

Die Tierwelt weist zahlreiche Säugetierarten auf, darunter Murmeltiere, Hasen, Hermelline, Steinmarder und Baummarder. Bei den Spaziergängen kann man auch Rudel von Gämsen, oder andere Huftiere wie Steinböcke, Rehe, Wildschweine oder Mufflons sichten. Selbst die Wölfe haben nach einer langen Abwesenheit beschlossen, diese Gegend wieder zu frequentieren. Ein Erlebnis der besonderen Art ist es, den Flug der wieder im Alpenbogen angesiedelten Bartgeier oder sogar der Königsadler zu beobachten.

Die Wege des ehemaligen königlichen Jagdreservats und die kurz vor dem Zweiten Weltkrieg errichteten Festungsanlagen haben dieser Berggegend Dutzende Kilometer Militärstraßen, Saumpfade und Wege hinterlassen, die sich die Täler des Parks entlangziehen. Es sind teils gepflasterte, höher gelegene oder in Fels gehauene Bauwerke, die sich hervorragend als Ausflugsziele für Wanderungen oder Klettertouren anbieten.

Terme Reali di Valdieri

Im Herzen des Naturparks der Seealpen befinden sich auf einer Höhe von 1.370 Metern die Terme Reali di Valdieri, die höchstgelegene Thermalanlage Italiens. Sie liegen in der wunderschönen Landschaft des Gesso-Tals, umgeben von herrschaftlichen Buchen und jahrhundertealten Bäumen.

Das aufgrund der Nähe zum Meer angenehm milde Klima und die wirksamen Therapiebehandlungen bilden zusammen mit der herrlichen Landschaft und ihrer unberührten Natur die perfekte Kulisse für eine Wellness-Erfahrung der Extraklasse. Genießen Sie Entspannung pur und gönnen Sie sich und Ihrer Gesundheit eine Wohlfühlkur.

Die Terme Reali di Valdieri werden seit jeher nach den Kriterien der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes geführt. Aus diesem Grund lag es nahe, dem Verein Ökotourismus in den Seealpen beizutreten, der einen Tourismus fördert, der respektvoll mit der Umgebung, der Kultur und den Traditionen der örtlichen Gemeinschaften umgeht. Der Verein arbeitet bezüglich der Unterzeichnung der Europäischen Charta für Nachhaltigen Tourismus mit diversen regionalen Einrichtungen zusammen, wie eben dem Naturpark der Seealpen.

Entsprechend der unternehmerischen Entscheidung für einen umweltfreundlichen Tourismus haben sich die Terme Reali di Valdieri entschlossen, als Pilotmodell des Projekts neZEH anzutreten. Das Hotel Royal der Terme Reali di Valdieri wurde von den Forschern des SiTI (Höheres Institut für Erneuerung der Territorialen Systeme) koordiniert – dem operativen Arm der Technischen Universität Politecnico Turin, unterstützt von der Compagnia di San Paolo – als regionaler Führer Italiens für das Projekt neZEH ausgewählt und unter den 16 auf europäischer Ebene analysierten Beispielen zum Pilotmodell gekürt, auch dank dem besonders ausgeprägten Bewusstsein für Energie- und Umweltfragen sowie der Begeisterung und Einsatzfreude, die die Betreiber des Hotels und der Thermen auszeichnen.